Wie eine große Klasse


Der große grüne Reiserucksack Hermanns steht noch mit den vermutlich gestern frisch angehefteten Gepäck-Scheinen seines Transatlantikflugs in der Ecke unseres Mehrzweckraums. Es ist Montag, es ist Vormittag, es ist also eigentlich „prime-time“ für Unterricht. Schülerinnen oder Schüler sucht man allerdings vergebens im Neubau: Heute sitzen dafür alle Lehrerinnen und Lehrer als Lerngruppe vor ihrem Fortbildner Hermann Dzingel von der Uni Potsdam. Der, gerade von einer Fortbildungsreise aus den USA zurückgekehrt und noch voller Eindrücke von Schulen und Bildungsmessen aus Washington DC und North Carolina, taucht nun mit unserem Kollegium ein in die Auswertung von Daten gesammelter Feedback-Bögen, diskutiert mit uns Vor- und Nachteile im Schulalltag anzuwendender Feedback-Methoden, wirbt für effiziente, zeitnahe Rückmeldung zum Unterricht und bestärkt uns, im Spagat zwischen Praxis und Anspruch die pädagogische Zuversicht nicht zu verlieren. Gut tut es, als Übung herumzugehen und unerwartete Rückmeldungen aus den eigenen Reihen zu erhalten. Gut tut auch die Wertschätzung seitens des Fortbildners - und gut tut es, mit Profi-Begleitung aus dem Cluster der Lehrkräfteprofessionalisierung für diesen Tag über den Tellerrand des Mattenbergs hinauszuschauen.
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