Das Europaschulprojekt „Begegnung mit der Geschichte“

Seit 1993, dem Auftaktjahr der GAZ als Europaschule findet in Zusammenarbeit mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge dieses Projekt statt. Zunächst waren es Fahrten nach Verdun bzw. den Lac de Madine, dann auch zwei Fahrten nach Usedom – am häufigsten, über 10 Mal war das Ziel die Begegnungsstätte des Volksbunds im französischen Niederbronn – les Bains.

Für das nächste Schuljahr plant eine Klasse und für 2019/20 planen sogar vier Klassen die Durchführung des Projektes im Elsass – auch basierend auf eigenen Erfahrungen vor einigen Jahren.

In diesem Schuljahr war die 10 a in Niederbronn - bzw. ausnahmsweise im benachbarten Baerenthal, da der Neubau in Niederbronn noch nicht fertiggestellt war.

Die Erkenntnisse lassen sich am besten wiedergeben, wenn eine Teilnehmerin zu Wort kommt. Deshalb sind hier die Antworten von Paula Grzybowska im Rahmen einer Evaluation zu lesen. Bereits ihre ältere Schwester hat sich vor einigen Jahren im Rahmen ihrer mit „sehr gut“ bewerteten Präsentationsprüfung mit dem Projekt „Niederbronn“ befasst.

Warum wird das Projekt „Begegnung mit der Geschichte“ genannt ?

Es ist keine normale Klassenfahrt, sondern eine Abschlussfahrt mit einem besonderen Schwerpunkt...wir sollen noch mehr auf die ganzen Themen der 9. und 10. Klasse eingehen, besonders auf den 1. und 2. Weltkrieg. Wir sollen uns das noch besser vorstellen können und es verbildlichen.

Was hast du dir gemerkt vom Vortrag von Frau Joelle Krieger a) auf der Kriegsgräberstätte selbst, b) in der Ausstellung „Kriegsschicksale“ ?

Es wurden immer auf einer Seite des Grabes zwei Personen begraben. Es gab Soldaten, Zivilisten und unbekannte Personen. Insgesamt sind dort 16000 Menschen begraben.Die jüngste Person war ein Mädchen, das erst drei Jahre alt war. Es gab auch Zwillinge, die am selben Tag gestorben sind. Die Mutter wollte, dass sie zusammen sind. Der Grund dafür war, dass der eine schreiben konnte und der andere nicht und – falls es dem einen, der nicht schreiben kann, nicht gut geht – dann konnte der andere für ihn einen Brief schreiben. In der Ausstellung konnte man u.a. Bilder von manchen Soldaten und der Hitlerjugend sehen. Man konnte was von der Person und der Familie lesen. Manchmal lagen auch Tagebücher der Person oder Gegenstände dabei, die auch von Besuchern des Grabes hingelegt oder mitgebracht wurden.

Was kannst du über die unterirdische Bunkeranlage der Maginotlinie berichten ?

Sie wurde nach dem 1. Weltkrieg gebaut und besteht aus sehr vielen Räumen mit unterschiedlichen Funktionen.

Was hast du an Erfahrungen, Wissen und Gefühlen behalten in Natzwiller- Struthof.

a) den Ausstellungen im neuen Museum, b) im KZ selbst ?

a) Informationen über andere Konzentrationslager

b) Im K Z war es sehr gruselig und unangenehm über dieselbe Fläche zu laufen, wo früher auch die Gefangenen drüber gelaufen sind. Da waren verschiedene Gebäude - in einem war der Ofen, in dem die Menschen verbrannt wurden und in einem anderen Gebäude die Räume, wo sie leben mussten. Es gab auch einen Platz mit einem Kreuz, wo die Menschenasche verstreut wurde. Allgemein war es echt erschreckend das alles zu sehen, wie und wo die Menschen missachtet, benutzt und misshandelt wurden.

Gib deine Erfahrungen über die Europastadt Strasbourg wieder !

Es war sehr schön. Wir haben die Kathedrale gesehen. Die Häuser waren sehr alt, aber echt schön, die Straßen klein, aber „süß“. Soweit ich es mitbekommen habe, kamen die Menschen „nett rüber“.

 

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